Teil 0.0 - Der Fall Tim Kretschmer - Die Aufarbeitung eines Verbrechens: Eine Einleitung.


Einleitung.


Alles war so klar, so eindeutig.
Ein 17-jähriger Schüler, von den Eltern finanziell verwöhnt, ein Waffennarr, der - von Politikern so genannte – „Killerspiele“ spielte, in der Schule aber gemobbt wurde und sich einsam in Gewaltfantasien ergoss, der kein Glück bei Mädchen hatte und sich in psychiatrischer Behandlung befand.
Ein Schüler, dessen „Sicherungen“ schließlich durchbrannten und der nicht in seine aktuelle, sondern in seine ehemalige Schule fuhr, um dort 12 Menschen zu erschießen und auf seiner anschließenden Flucht weitere drei, bevor er sich am Ende selbst richtete.

So soll es am 11. März 2009 gewesen sein.

Alles war so klar, alles war geklärt, der Fall praktisch abgeschlossen, wenn es auch noch lange Fragen über die mögliche Motivation des Tim Kretschmer gegeben hatte.

Doch bereits wenige Tage nach jenem 11. März 2009 wurden eine ganze Reihe von Widersprüchen ersichtlich.
Daher lohnte sich für uns ein zweiter, wenn nicht gar ein dritter Blick auf das damalige Geschehen.
Doch lösten sich die Widersprüche nicht etwa auf, nein, sie vermehrten sich stattdessen.

Die folgende Abhandlung soll aufzeigen, dass die Geschichte, die uns durch die Behörden und im Zuge dessen auch durch die Medien präsentiert wurde und noch immer wird, nicht der damaligen Realität entsprechen kann. Es kann nachgewiesen werden, dass massiv gelogen und vertuscht wurde (und noch wird), was diesen ganzen Fall, diesen angeblichen Amoklauf, stark in Frage stellt.

Wir haben einen durch die Behörden und durch die Medien vermittelten Tatablauf und drei Tatorte (Albertville-Realschule und der Park der psychiatrischen Klinik in Winnenden sowie den Tatort Gewerbegebiet Wendlingen) und angeblich einen Täter. Bei diesem Täter soll es sich laut Polizei um den 17-jährigen Tim Kretschmer aus Weiler am Stein gehandelt haben.

Wir hatten uns entschlossen, nach der Darstellung der Person Tim Kretschmer in Kapitel 1 den dritten und letzten Tatort im Gewerbegebiet Wendlingen als Kapitel 2 voranzustellen. Doch warum „das Pferd von hinten aufzäumen“? Wir sind der Ansicht, dass unsere Recherchen zum Tatort Wendlingen zu einer Erfahrung führen werden, welche den Leser beim Tatort Schule zu einer vorsichtigeren Betrachtungsweise veranlassen muss, als dies umgekehrt der Fall gewesen wäre.

Um es vorweg zu nehmen: Die zwangsläufige Frage nach dem Täter mussten wir uns nach der im Rahmen unserer Möglichkeiten getätigten Untersuchung erneut stellen.

Es soll an dieser Stelle noch darauf hingewiesen werden, dass die vorliegende Abhandlung zum Thema „Der Fall Tim Kretschmer“ nur den Zeitraum März bis Juni 2009 umfasst. Alle nachfolgenden Ereignisse und Informationen/Desinformationen werden in weiteren Kapiteln erörtert.

Die Abhandlung selbst entstand zum größten Teil in den Jahren 2009/2010 und wurde in den nachfolgenden Jahren hier und da etwas ergänzt oder korrigiert.

Während des laufenden Jahres 2016 werden einige Kapitel überarbeitet und weiterhin ergänzt werden. Diese werden nach dieser Überarbeitung als „aktualisiert“ gekennzeichnet.

Bezüglich des Tatortes Wendlingen werden die Erkenntnisse aus dem Prozess gegen den Vater von Tim Kretschmer, dem ein eigenes Kapitel gewidmet ist, zwecks Informationsdichte in das Kapitel 2 zukünftig eingefügt.
Es kann auf diese Weise nachhaltiger etwas vorgeführt werden, was die meisten Menschen so genau gar nicht wissen möchten.

Zum Schluß sei bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir weder mit der Familie des angeblichen Täters noch mit einer der Opferfamilien in irgendeiner persönlichen Beziehung standen bzw. stehen. Wir sehen diesen Fall als einen Kriminalfall, bei welchem uns weniger die Namen interessieren, sondern das Ereignis als solches.

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Teil 1 - Die Darstellung des Tim Kretschmer

Zuletzt geändert: 06/06/2016 22:03